Grüner Star / Glaukom
Folge einer Sehnervenschädigung sind charakteristische Gesichtsfeldausfälle (Skotome), die im schlimmsten Fall zu einer Erblindung des betroffenen Auges führen können. Einer der wichtigsten Risikofaktoren ist ein erhöhter Augeninnendruck (okuläre Hypertension), der in Verbindung mit typischen Schädigungen am Sehnerv die Diagnose eines Glaukoms ermöglicht. Allerdings haben bis zu 40 Prozent aller Glaukompatienten einen normalen Augeninnendruck (Normaldruckglaukom).
Das Glaukom ist weltweit eine der häufigsten Ursachen für Erblindung. Die Dunkelziffer ist hoch, schätzungsweise sind lediglich 50% aller Glaukomfälle unter regelmässiger Kontrolle durch einen Augenarzt. Ein beeinflussbarer Risikofaktor ist der Augeninnendruck, der zusammen mit der Morphologie des Sehnervenkopfes regelmäßig vom Augenarzt überprüft werden sollte. Vorsorgeuntersuchungen beginnen ab dem 50. Lebensjahr, bei positiver Familienanamnese bereits ab dem 40. Lebensjahr, gegebenenfalls sogar früher.
In den letzten 30 Jahren hat sich das Risiko, aufgrund eines Glaukoms zu erblinden, halbiert. Dieser Rückgang wird hauptsächlich der Früherkennung und verbesserten Behandlungsmethoden zugeschrieben.